Die Barthaartransplantation ist ein ganz populärer Eingriff bei Männern. Der Bart ist ein starker Ausdruck der Männlichkeit, daher macht das unbändige Haar am Kinn das maskuline Geschlecht attraktiv. Aber was passiert, wenn der Bart lückenhaft ist, ungleichmässig wächst oder sogar nicht dicht genug ist? Aus diesem Grund entscheiden sich viele Männer für eine Barthaartransplantation.

Barthaartransplantation ist ein Eingriff, in dem die entnommenen Haare aus den Spenderbereichen in die schütteren und lückenhaften Bartbereiche eingepflanzt werden.

Mangelnder Bartwuchs ensteht durch

  • Hormonmangel
  • genetische Veranlagung
  • Unfälle und Verletzungen mit Narbenbildung
  • bestimmte Krankheiten auf der Gesichtshaut

Nach dem Einpflanzen von Haaren wachsen die Haare lebenslang nach. So kann man mit einer Haartransplantation die Lücken in der Bartstruktur auffüllen (1)

Patienten haben die Möglichkeit, mit einer Barthaartransplantation Ihre Ziele und Wünsche zu erreichen. Meistens haben die eine bestimmte Vorstellung, wie Ihr neuer Bart oder Schnurrbart aussehen sollte. Bei manchen Patienten ist das Ziel, die Dichte des vorhandenen Bartes zu erhöhen, während man die Form des Bartes behält, oder einen Bart neu zu gestalten, wenn es sehr wenige Barthaare gibt. (2)

Die Dichte und die neue Struktur des Bartes sind meistens von der Dichte des Spenderbereiches abhängig. Patienten sollen wissen, dass für einen Übergang zur vollen Bartstruktur eine grosse Anzahl von Haarfollikeln erforderlich ist. Daher soll ein Patient in Betracht ziehen, dass in manchen Fällen eine zweite Behandlung erforlich sein kann.

Eine zweite Behandlung kann ein Jahr später nach der ersten Behandlung stattfinden. In der Zwischenzeit werden die implantierten Haare nachwachsen und wird eine neu Bartstruktur entstehen. Patienten sollen noch im Auge behalten, dass die implantierten Haarfollikel auf dem Bart bei der nächsten Haartransplantation nicht nochmal benutzt werden können, falls der Patient weiter an dem Haarausfall leiden würde.

In welchen Zuständen kann eine Barthaartransplantation durchgeführt werden?

– Es gibt Lücken im Bart oder keinen Bart wegen der Veranlagung

– Bei der schütteren und feinen Bartstruktur

-Bei den Lücken wegen eines Unfalls oder einer Verletzung

-Bei Lücken wegen Narben

– Ein Ausfall der Barthaare ist stattgefunden

– Die Bartform oder –struktur will verändert werden

In diesem Fällen kann man eine Barthaartransplantation vornehmen lassen (1)

Welche Kriterien muss man erfüllen, damit man für eine Barthaartransplantation geeignet ist?

Eine Barttransplantation ist für Patienten geeignet, deren Bärte aufgrund eines Hormonmangels oder genetischer Veranlagung nicht ausreichend wächst, löchrig oder undicht sind. Durch Narben auf dem Gesicht entstehen Lücken auf dem Bart. Diese Narben auf einer Bartstruktur können auch durch eine Barthaartransplantation aufgefüllt und dadurch die Lücken abgedeckt werden. Aber vor einer Behandlung muss man besonders achten, dass es an der Haut des Bartes keine entzündlichen Erkrankungen oder Verletzungen gibt. Die Haare können nur auf eine gesunde Haut implantiert werden.

Vor einer Barthaartransplantaion ist es wichtig, dass Patienten zuerst einen Experten aufsuchen und den Grund herausfinden, falls sie einen Haarausfall auf dem Bart haben. Falls sie wegen Stress oder hormonaller Störung an Haarausfall leiden, müssen sie sich zuerst vor einer Barthaartransplantation behandeln lassen.

Patienten müssen ihren Gesundheitszustand auch checken lassen. Die Patienten, die Diabetes, Bluthochdruck, Anämie oder Hämophilie haben, dürfen sich einer Barthaartransplantation unterziehen. Aber Patienten, die an Hepatitic B-C, HIV und an anderen einsteckenden Krankheiten leiden, können keine Barthaartransplantation vornehmen lassen.

Bei manchen Patienten fängt die Bildung einer Bartstruktur erst in der Pubertät an, bei manchen erst in späteren Jahren. Daher ist es für Männer zu empfehlen, dass sie sich mit einer Barthaartransplantation erst ab dem 24.Lebensjahr behandeln lassen. Vor diesem Alter muss man sicher sein, dass in den späteren Jahren keine neuen Haare im Bart wachsen werden.

Für eine Barthaartransplantation müssen Patienten ausreichende Reserven auf dem Spenderbereich haben, da die Haare aus diesem Bereich entnommen werden. Patienten, die keine ausreichenden Haare auf diesem Bereich besitzen, können logischerweise keine Baarhaartransplantation vornehmen lassen. Die Haare aus dem Nackenbereich, aus dem oberen Teil des Halses, aus der Burst und dem Rücken können als Spenderhaare verwendet werden.

Patienten können sich mit einer Haar- oder Barthaartransplantation behandeln lassen, wenn sie eine Chemo-oder Strahlentherapie hinter sich haben. Es wird empfohlen, alles vorerst mit dem Experten zu besprechen, falls sich ein Patient in einem solchen Fall einer Barthaartransplantation unterziehen will. (3)

Worauf muss man vor einer Barthaartransplantation achten?

-Vor einer Barthaartransplantation darf man den Bart nicht rasieren. Es ist wichtig , dass der Arzt den Bart in seinem normalen Zustand sieht.

-Baarhaartransplantation ist ein Eingriff auf einem empfindlichen Bereich. Daher muss sie nur von einem Experten oder einem Arzt durchgeführt werden

-Nach der Behandlung sollen sich die Patienten in den nächsten 3-4 Tagen möglichst viel ausruhen. Daher planen Sie genug Zeit für Ihre Behandlung und für den post-operativen Teil

-Nehmen Sie vor der Behandlung kein Aspirin oder keine Vitamine ein, ohne Ihren Arzt darüber zu fragen

-Haben Sie an dem Behandlungstag lockere oder leicht anziehbare Kleider an

-Versuchen Sie, vor der Behandlung mit dem Rauchen aufzuhören. Die neuen implantierten Haarfollikel brauchen so viel Sauerstoff wie möglich.

Wie ist der Verlauf einer Barthaartransplantation?

Eine Barthaartransplantation ähnelt sehr stark einer Haartransplantation. Die Behandlung dauert ungefähr 4-5 Stunden. Die Patienten im einem guten Gesundheitszustand und ab dem Alter von 24 Jahren können sich einer Barthaartransplantation unterziehen.

  • Voruntersuchung und Planung der Barthaartransplantation

Wie bei einer Haartransplantation bespricht der Arzt vor der Barthaartransplantation die Wünsche und Vorstellungen des Patienten. Über die Möglichkeiten werden ausführlich diskutiert. Danach wird die neue Bartstruktur oder die neue Bartform von dem Arzt im Gesicht des Patienten eingezeichnet. Die Gesichtsform und die vorhandene Gesichtbehaarung sollen in dieser Zeichnung berücksichtigt und mit einbezogen werden. Nach der Bartzeichung wird die Graftanzahl festgelegt.

  • Im Krankenhaus werden vor der Behandlung einen Bluttest oder andere Untersuchungen vorgenommen

Um den Gesundheitszustand des Patienten festzustellen, werden ein Bluttest und, falls erforderlich, andere Untersuchugen im Krankenhaus vorgenommen. Das Ergebnis des Bluttestes kommt innerhalb einer halben Stunde heraus.

  • Durch ein Anästhetikum wird der Spenderbereich betäubt

Vor der Verpflanzung werden die Haarfollikel aus dem Spenderbereich entnommen. Die Patienten, die Angst vor Injektionen oder vor OPs haben, können aus der Sedierung Nutzen ziehen. Oder es gibt Jet-Injektionen, die Innerhalb von 15-20 Minuten wirkt die lokale Betäubung ein.

  • Die Haarfollikel werden durch die FUE-Methode einzeln entnommen und gesammelt

Für eine Barthaartransplantation wird am meisten die FUE-Methode bevorzugt. Bei dieser Methode werden die Grafts mit Hilfe eines Mikromotors zur Entnahme vorbereitet. Danach werden die Grafts einzeln entnommen, für die Verpflanzung vorbereitet und bis zur Einplanzung in einer Lösung aufbewahrt. Dieser Schritt dauert 1 bis 2 Stunden.

  • Für die eingesammelten Grafts werden die Kanäle im Bart geöffnet.

Auf der Gesichtshaut werden so viele Kanäle wie die gesammelten Grafts gesetzt. Die Grösse der Kanäle ist mit der Grösse der Haarfollikel identisch. Beim Öffnen der Kanäle ist es wichtig, dass die Wuchsrichtung der Haare, die Tiefe der Kanäle und der richtige Winkel für das Haarwachstum festgelegt werden. Diese Faktoren sind für eine natürliche Haarstruktur wichtig.

  • Die Haarfollikel (Grafts) werden in die Kanäle eingesetzt.

Die vorbereitenen Haarfollikel werden mit einer Pinzette einzeln und sehr vorsichtig in die Kanäle eingepflanzt. Wenn alle Grafts eingepflanzt sind, endet die Barthaartransplantation. Nach der Behandlung werden die verpflanzten Bereiche nicht bedeckt oder wird keien Bandage auf diese Bereiche gelegt.

Bei einer Barthaartransplantation können Haare aus einem anderen Bereich des Körpers wie aus dem Halsbereich rausgenommen und verwendet werden. Das ist eine gute Möglichkeit, von unerwünschten Haaren loszuwerden und sie für die Verdichtung des Bartes zu verwenden.

Die Barthaartransplantation muss sehr vorsichtig und von einem Experten durchgeführt werden, weil das Gesicht ein sehr sensibler Bereich ist. In der OPs werden die Kanäle so gross wie Grafts geöffnet. Grössere Kanäle können zu Komplikationen im Gesicht oder im Bartbereich führen. (2)

Welche Risiken oder Komplikationen birgt die Haartransplantation?

Die Barthaartransplantation ist einer von den risikoarmen Eingriffen in der ästhetischen Chirurgie. Aus diesem Grund treten keine Kompikationen oder Risiken auf, falls die Behandlung vom einem Experten durchgeführt wird. Allerdings sollten die Entnahmestellen nach der Behandlung beobachtet werden, da die Haarfollikel aus diesen Bereichen rausgenommen werden und dort eine Wunde nach der Behandlung entsteht. Normalerweise heilt diese Wunde nach der Behandlung gut ab und stellt kein Problem dar.

Die Empfängerbereiche, in die die Haarfollikel eingepflanzt werden, können nach der Behandlung anschwellen. Oder auf dem Spenderbereich entsteht eine Rötung. Jedoch schwellen diese Empfängerbereiche im Laufe der Zeit wieder ab. Daher braucht man sich dafür nicht zu sorgen. Innerhalb der nächsten Wochen vergeht die Rötung auf dem Spenderbreich. In den nächsten Tagen sollte man sich vor direkten Sonnenstrahlen und vor starkem Schmutz schützen, um den Heilungsprozess voranzutreiben.

Der Heilungsprozess

Der Abheilung nach der Behandlung und das volle Wachsen der implantierten Haare erfolgen ungefähr nach einem Jahr nach der OP.

In den ersten 10 Tagen nach der Behandlung schliesen sich die Kanäle vollkommen. Die neuen Haarfollikel passen sich ihrer Umgebung an. Die Krusten entstehen auf den eingepflanzten Grafts und dann fallen sie innerhalb der 15 Tage ab. Nach dem Abfallen der Haarfollikel fangen die Haare in ihrer natürlicher Form zu wachsen an. In den ersten Monaten nach der OP sind die angewachsenen Haare bisschen schütter und fein. In den nächsten Monaten werden sie dichter und stärker.(1)

Wie wähle ich die passende Klinik aus?

Die Barthaartransplantationen werden in der Regel in den auf die Haartransplantation spezialisierten Kliniken angeboten. Für eine erfolgreiche Baartransplantation ist viel Feingefühl und Geschick erforderlich. Ausserdem setzt eine Barttransplantation auch fundierte medizinische Kenntnisse voraus. Daher sollte man sich von dem Spezialisten mit vieljähriger Erfahrung behandeln lassen. Es gibt viele Anbieter im Inland und Ausland. Daher muss man aber aufpassen, dass die optimalen internationalen Hygiene –und Sicherheitsstandards in der ausgewählten Klinik erfüllt sind. (4)

Referenzen:

  • Sacekimleri.com (2020): Kadınlarda Erkek Tipi Saç Dökülmesi, unter:. https://www.sacekimleri.com/sac-ekimi/sakal-ekimi/. Abgerufen am 27 Januar 2020

(3)(4) Medidate.de (2020):Barthaartransplantation, unter: https://medidate.de/haartransplantation/barthaartransplantation/. Abgerufen am 26 Januar 2020